Über die Grenze nach Argentinien geht alles sehr schnell. Ich werde immer sehr höflich, freundlich behandelt. Niemand schaut in mein Ländi rein, vielleicht auch weil er so schmutzig ist, ha ha

 

 

In Esquel holen wir Katharina ab, sie wird ein Stück mit mir reisen.  Und wieder finden wir einen schönen Platz an einem Fluss vor el Bolson. Und ich einen Freund, Hund vom Nachbar. Am Morgen als ich die Tür aufmache, wartet er schon auf mich. Ich sage, ich mach ein Foto, und er sitzt artig hin.

In el Bolson sehen wir einen Markt, spazieren durch und bei Daniel kaufen wir Teegewürzmischung. 

Bariloche voll von Südamerikanischen Touristen. Wir sind uns nicht mehr gewohnt in solch einem Gewimmel herum zu laufen.

Hier bekannt für sehr gute Schokolade. Brauchen wir nicht. Katharina hat uns einen Haufen mitgebracht.

Gutes Mittagessen und fahren weiter.

 

Das gleiche in San Martin de los Andes. So viele Autos unterwegs, erstens wegen Wochenende und auch Ferienzeit. Autos mit Wohnwagen, mit Anhänger und Boot, es ist die Ruta de los Siete Lagos entlang von Bergseen und Pehuen Wäldern. Wunderschöne Umgebung.

Heute wollen wir zu den Termen Sosneado fahren. Dort hat Peron ein Hotel bauen lassen, jetzt nur noch Ruine. Noch viel weiter hinten im Tal soll das Flugzeug 1972 mit der Rugbynationalmannschaft abgestürzt sein. In 4000 Metern Höhe. Nach 72 Tagen im Eis konnten 16 von 45 Insassen gerettet werden.

Lange Strecke auf schlechter Strasse auf der 40er. Abzweigen auf einer, zum Teil, sehr schlechtem Bachbett. Am Ende die Ruine, drinnen eine Matratze mit einem obdachlosen Hund, welcher sich sofort zu uns gesellt.

Die Termen sind lauwarm, der Wind kühl und es macht uns gar nicht an ins Wasser zu steigen. Schwefelgeruch liegt in der Luft. Aber wir werden mit einem schönen, klaren Sternenhimmel belohnt.

Zwischendurch brauche ich Fortalissalbe, ein Abschieds Geschenk von meinen Arbeitskolleginnen, mein Knie schmerzt vom Gas geben.

 

 

Zurück über diese grauenhafte (hat ein Einheimischer gesagt) Strasse. 2 Touristenbusse kommen uns entgegen. Wir nehmen an, die Wanderer wollen zum Ort des Flugzeugabsturzes. Es ist meine Annahme.

Endlich wieder auf der 40er bis San Carlos und nächster Tag weiter nach Mendoza in die Landrover Garage. In der Nähe, auf dem Camping Vinas De Vieytas befreien Katharina und ich den Ländi innen von massenhaft Staub. In allen Kästchen, in jeder Ritze……… 

Heute hat Katharina Geburtstag, anstelle ein Geschenk wird geputzt:)

 

Am Abend gibt uns unser brasilianische Nachbar Bier, selbstgebraut, zum probieren. Wirklich gut, meint auch Uli! Danach noch ein Zuckerrohrschnaps vom feinsten. Es beginnt zu regnen und wie mit Zauberhand verstummt die laute Musik und alle sind weg, und wir gehen schlafen. Heftiges Gewitter in der Nacht. Schön die Regentropfen auf dem Blechdach zu hören.

Von Morgens 9:00 bis 14:00 Uhr bekommt der Ländi ein rundum Servicepaket.

Wir bleiben 3 Nächte in einem Hotel, Casa Reconquista, super zentral und geniessen Mendoza.

 

Apero und etwas kleines zu knabbern.😊 Auf der Plaza Independencia ein Wasserspiel mit Farben und Musik.

Mendoza ist eine quirlige Stadt. Viele Bäume säumen die Strassen. Viele Weinhandlungen, viele Südamerikanische Touristen. Man kann sich stundenlang verweilen, in der verschiedenen Parks oder Cafés. Am Abend in den guten Restaurants mit einem grossen, guten Stück Fleisch. Wusste gar nicht, dass ich so gerne Fleisch mag. 😉

Nach Mendoza durch die verschiedenen, flachen Weingüter. Rundherum ist trockenes wüstenartiges Gebiet. Zum Puente de los Incas fährt man durch ein sehr schönes Gebiet, enge Schlucht und wieder breites, Flussbett mit nicht all zu viel, mit Erde vermischtes, braunes Wasser.  Die ganze Strecke bis zum Puente de los Incas hat es eine stillgelegte Eisenbahn. Man kann manchmal das Trasse sehen, alte Eisenbrücken, Schienen und alte Bahnhöfe mit Wassertürmen. Ich nehme an für die Dampf Lokomotive.

 

Der Incaweg führt hierhin. Es hat heisse Quellen und da wurde ein Hotel mit Bademöglichkeiten gebaut. Es wurde von einer Naturkatastrophe zerstört. Die Kirche steht noch. Jetzt ist es eine Touristenattraktion.

Cerro Aconcagua 6960 m.ü.M höchster Berg Argentiniens

Was wir jetzt wollen zu einem der höchsten Pässe fahren, den Aqua nero. Er führt von Argentinien nach Chile. In Las Flores muss man den argentinischen Zoll überschreiten. 40 Km über dem Pass dann den Chilenischen. Wir erklären dem Zöllner, dass wir nur auf die Passhöhe wollen und nicht nach Chile. OK, morgen um 18:00 Uhr müssen wir wieder zurück sein. 

Übernachtung kurz vor argentinischer Grenze. Hier kein Steinschlag Gefahr.

Am nächsten morgen strahlend blauer Himmel. Am Strassenrand in Jachal super Hamburger mit papas frites gegessen.

 

Die Fahrt, zuerst interessant, durch Felsen zu einem See wo die WM im skyten statt finden, hat man mir gesagt! durch val de la luna heiss und ermüdend. Auf dem Campingplatz Ischigualasto erinnere ich mich, dass ich vor einigen Jahren schon hier war und es genau so stark gewindet hat. Die Tour durch den Park im Konvoi wollen wir nicht mitmachen und fahren am nächsten Morgen weiter. Erstes Mal, dass ich beim aufstehen leicht gefröstelt habe.

 

Es ist bewölkt und die Umgebung wüstenartiger Nationalpark mit einem Canyon.

 

Die Region la Rioja, rote Felsen vom Winde gezeichnet und unmengen von Kandelarkakteen, bis auf die Bergspitzen. Rauf und runter zwischen diesen roten Hügeln. An einem Mirador, Aussichtspunkt, können wir die ehemalige Rute 40 sehen.

Vor Cilecito finden wir einen schönen Schlafplatz an einem glasklaren Fluss. Mit einer einheimischen Familie komme ich ins Gespräch. Sie geben mir von ihrem Mate. Hier wird er kalt getrunken. In die Herba im Mate 2 kleine Eiswürfel und im kalten Wasser im Thermos mit Fruchtsaft gemischt. Schmeckt gut.

So sieht man aus am Morgen nach einem Bad im Fluss!!

In Chilecicito, Frühstücken, Einkaufen, Museumsbesuch von dem Cable Caril. Über 4400m wurden von der Mine la Mejicana Gold gefördert. Die Bahn wurd e am 24. 07.1903 eröffnet, heute ist sie nicht mehr in Betrieb. Früher musste das Gestein mit Maulesel in das Tal transportiert werden. Die Bahnstrecke ist 34 km lang, 450 kleine Waggons, jeder konnte 250 kg Nutzlast tragen, bei Geschwindigkeit von 8 km pro Std in etwa 4 Std, was die Maulesel Tage brauchten. Die Bahn war nur bis 1926 in Betrieb, heute fährt sie manchmal an Wochenenden, aber nur zwischen der ersten und zweiten Station.

Über Tinogasta nach Fiambala zu den heissen Termen. Eigentlich wären die Temperaturen schon sehr warm, aber eben, wir alle lieben heisse Termen. Natürlich wussten wir nicht, dass wir den Eintritt unten im Dorf hätten zahlen müssen. Man lässt uns aber netterweise hinein. 3000 Pesos pro Person.

 

Vom heissesten Becken 43° Grad fliesst das Wasser immer tiefer in verschiedene kühlere Becken. Bei 43° halte ich den Finger rein. Bei 42° die Hand bei 40° halte ich es 5 Min aus. 38° ist das angenehmste, dort kann man sich verweilen.

Die Termen sind bis in die Nacht offen, ausser Mittwoch, und heute ist Mittwoch. 20:00 Uhr ist Schluss. Kein Problem, wir haben alle genug gebadet. Und Schlafplatz nach den Termen am Strassenrand. Keine Autos in der Nacht da die Strasse nur bis zu den Termen führt. Sternenhimmel!!

Am Morgen bemerkt Uli am Hinterpneu Luftverlust. In Las Flores in einer Gommeria wird der Riss im Felgen verleimt. Die Werkstatt ist sauber, Werkzeug aufgeräumt und der Inhaber macht gute Arbeit. In dieser Zeit blase ich mit dem Kompresser den Ländi aus. Viel Staub..

Claro ist das nicht der Ländi. Ich konnte mich nicht fotografieren, zu viel Staub!!

 

Unterwegs noch einige super gute Oliven und Olivenöl einkaufen bei dieser netten Dame. Sie schenkt uns zuckersüsse Trauben und reife, feine Feigen

 

 

In Cafayate verabschieden wir Katharina. Sie wird einige Tage hierbleiben. Cafayate ist ein schönes, angenehmes Städtchen. Viele Weinberge herum mit renomierten Weine.

Auf der Rute 40, Naturstrasse, fahren wir weiter. In Mendoza hat mir ein italienischer, älterer Mechaniker, mit Landrover, empfohlen gegen Staubeintritt die Klimaanlage ein zu schalten. Und siehe da, es funktioniert. In Mendoza hatte ich die Aircondition auffüllen lassen. Fast kein Staub mehr. Toll.

In Molino biegen wir ab nach Colomé. Dies soll das älteste Weingut Argentiniens sein und die höchsten Weinberge der Welt auf 3100 m.ü.M. Die Strasse bis dorthin, verwaschen, steinig und ich frage mich wie um Himmels Willen jemand auf die Idee kam hier Weinreben an zu pflanzen.

 

Wir kommen an, sogar ohne «prenotation» wird das Tor wie von Geisterhand geöffnet. Zu Beginn fragt man uns ob wir zu den Toiletten wollen, ja, natürlich. Danach bekommen wir drei ein Glas Malbec mit einem Glas Wasser und wir setzen uns auf die Terrasse, auf die dicken, weissen Sitzkissen!

Leider ist Hotel ausgebucht. 

Unser Schlafplatz, diesmal vor der Kirche, mit Wachhund!!

Turbulente Nacht. Esel und Hunde vor unseren Autos. Ia,ia,ia und Hundegebell. Ich mische mich da lieber nicht ein!!

Unsere Route nach Catchi. Unglaublich, dass dies die Ruta 40 ist! Strasse holperig, Landschaft wunderschön. Viele Papageien.

Cachi

Sonntagabend von 22:00 Uhr ist Fieste bis 5:00 Uhr morgens. Wir wurden gewarnt und bekommen die hintersten Plätze auf dem Camping Municipal. Um 22:00 denke ich, ich stehe mit dem Ländi mitten in der Fieste!! Ich kann nicht sagen, ich hätte kein Auge zu getan, aber sehr wenig geschlafen. 

Am nächsten Tag ist es eher ruhig im Dorf!

 

Unsere Fahrt nach Salta, kurz begleitet von einem kanadischen Ehepaar. Shelly und Jeff.

Alle sind froh, gut auf den Pass angekommen zu sein. Sheri meint sie habe Blut geschwitzt, ohne uns wären sie umgekehrt.

Auch die drei Velofahrer, von der anderen Seite kommend, Hut ab!!

Jetzt noch die runterfahrt und dann nach Salta.

Müde, schlechtes Wetter, da geht man doch lieber in Salta in ein nettes Hotel!

 

Salta, Demonstrationen von verschiedenen Arbeiter. Der Gesundheit, Kehrichtmänner, Tabak...

28`000 ist ca. 28 US $ nicht genug zum leben und zu viel zum sterben. Hungerstreik!

 

 

An einem Kiosk gesehen

Andere Seite von Salta

Die Einen warten auf ihr Geld, die Hühnchen warten auf Käufer und die Geldwechsler warten auf Kundschaft. 

 

Einige Eindrücke von Salta, nicht immer schön

Kurz vor dem Markt San Miguel

 

 

Und dann noch mein Geburtstag. Fleisch mit einer Flasche Colome

In Salta im Carrefour noch einkaufen vor der Weiterreise. Eine ältere Frau vor mir an der Kasse, sie hat zu wenig Geld und müsste Sachen zurückgeben. Ich zahle es ihr und sie bedankt sich sehr, fragt wo sie es mir zurückgeben kann. Nicht nötig, ich wohne in der Schweiz. Sehr viele Menschen leben hier auf dem Existenzminimum.

 

 

Auf der NR 9 Durch Wälder, schmale Strasse, sehr schön, es erinnert mich an Strecken im Elsass oder Norditalien.

 

Vor Leon an einem Fluss im Gebüsch, ruhiger Schlafplatz.

 

Heute nach Purmamarca auf einer schönen, asphaltierten Strasse.Wir laufen um den farbigen Berg. Argentinische Touristen. Souvenirstände. Im El Condor Mittagessen mit schöner live Musik. Dieses Mal kein Fleisch. Empanadas und Humitas.

In Tikara nochmals Souvenirstände. Die im Führer gepriesene Kirche ist geschlossen. Zurück zum gestrigen Schlafplatz. Dort feiert eine grosse Familie den 9. Geburtstag von Maili. Die Abuela kocht und räumt nachher alles sauber auf. Wir bekommen ein Stück von der Geburtstagstorte. Süss und gut..

 

Abuela versucht mit einer Machetta einen Ast zu teilen. Sie versucht es so lange bis der Abuelo ihr den Ast wegnimmt. Sie scheint sauer zu sein!!!

Sehr gut geschlafen, die Füsse bevor wir abfahren im Fluss baden, es ist schon sehr früh heiss.

 

Über Purmamarca den Pass hoch. Tolle Strasse. Ländi zieht richtig gut den Berg herauf. Noch auf 4100 m.ü.M. im 3. Sogar im 4. Gang!! Dieseltank leert sich aber auch schnell😊

 

 

Las Salinas Grandes und natürlich werden hier noch ein paar Souvenirs gekauft, bevor wir uns auf den Weg nach Sousques machen.

 

 

Nach Sousques auf der RN 40 für eine Nacht. Ruhig, kein Verkehr, viele Esel!!

Der teuerste Diesel von ganz Argentinien: in Sousques