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Nach der Kasachischen Grenze trennen sich unsere Wege. Wer weiss, vielleicht treffen wir uns wieder in Kirgistan oder in der Ukraine!!! 

 

Christian und Sandra fahren über Semei nach Astana.

 

Ich möchte noch den Kasachischen Altai erkunden und fahre östlich nach Öskemen.

 

Immens grosse Sonnenblumenfelder, manchmal so weit das Auge reicht. Alle Köpfe sind zur Sonne gerichtet!

 

Eigentlich wollte ich nach Leninogorsk oder Ridder, habe eine Abzweigung verpasst und lande frühzeitig in Öskemen.

Nehme mir ein schönes Hotelzimmer.
Unter der Dusche denke ich: egal, und gehe zu einem Glas Wein und
Fettuccini al Salmone.

 

Öskemen entpuppt sich als angenehmes, kleines Städtchen.

 

 

Um den Park Zhastar sind verschiedene Museen und die ältesten Gebäude von Öskemen.

 

Der Park ist gepflegt, verschiedenen Baumsorten, Blumen, viele Bänke, einfach schön zum verweilen bei dieser Hitze.

 

 

Ich war im historischen Museum und es war sehr interessant, aber gefallen hat mir, und zwar sehr, der Nachbau eines Russischen Pionierdorfes.

 

Häuser von Tataren, Kasachen, Kasaken, Reichen und Armen, Christen und ich weiss nicht mehr alle.

 

 

Nina, macht Führungen, sie ist in diesem Hause geboren.

 

Ski mit Fell waren schon dazumal in Gebrauch.

 

Noch ein Museum, ich bin zu müde:)

 



 

 

Ich bleibe noch eine Nacht hier und werde morgen entscheiden wohin ich fahre!!!

 

Allen welche mir geschrieben haben und an mich denken: Vielen Dank!!

Es freut mich immer Nachrichten von daheim zu bekommen, auch wenn ich nicht allen persönlich jetzt antworte. 

 

 

5.8.2013

 

Diese Nacht hat es furchtbar gewittert und heute morgen ist es grau und regnet.

Als Erstes muss ich ins Emmigrationsbüro, mein Pass registrieren lassen. Schon ca. 15 Menschen warten dort.

 

Ich treffe einen jungen Mann aus Minsk der mir hilft, denn es spricht niemand englisch. Er hat eben Jura abgeschlossen und ist mit einigen Freunden hier in den Ferien. Ich bedaure das Wetter, er aber sagt: in Minsk ist es heute 12°, lieber regen und warm. Ja, da kann ich ihm nur beipflichten!

Ich muss nochmals ins Hotel um eine Bestätigung zu holen, dass ich 2 Nächte dort war!?!

 

An der Réception helfen mir die zwei jungen Damen mit dem ausfüllen des Formulares. Danke!

 

Wieder zurück zum Einwanderungsbüro. Ab jetzt warte ich lediglich 1 ½ Stunden. Ein Herr aus China und Tina, eine Englischlehrerin helfen mir. Vom Chef persönlich bekomme ich eine Unterschrift auf mein Formular. Dann noch zum Schalter 2, dort wird alles von Hand in ein grosses Buch geschrieben, einen Stempel auf dem Einwanderungszettel vom Zoll, und ich kann gehen. 

 


Auf meinem Weg nach Almaty. Die Strasse ähnelt einem Flickteppich. Löcher, geflickte und wieder verlöchert, Asphaltverwerfungen längs und quer, eine Herausforderung für die Augen und Reaktion ist gefragt. Alle 10 km dieses Schild, beidseitig natürlich.

 

In Kalbatau beginnt es zu stürmen, sturzbachartiger Regen, dann Hagel und nach 10 Min ist der Spuk vorbei, es scheint wieder die Sonne.

 

Mein Schlafplatz an einem kleinen See etwas abseits von der Strasse. Mücken nur sehr wenige:)

 



 

 

Heute, kurz vor neun fahre ich ab. Strasse gleich wie gestern.

 

Beim Diesel tanken treffe ich diese Mongolienralleyfahrer.. 2 junge Männer aus Basel und 2 aus Holland. Informationenaustausch und natürlich Fotos. Ich darf auf das Basler Auto ein Spruch schreiben. Der Mongolienspruch heisst: „das ist nichts für Hosenscheisser!“

 

Viel Glück und Erfolg wünsche ich den jungen Ralleyfahrer, und weg sind sie!

 

 

Ab jetzt ist die Landschaft flach wie ein Flunder, trocken und heiß!

 

Auf der Karte sehe ich östlich hohe Berge, über 4000m, gehören noch nicht zu China, und dort möchte ich meinen Schlafplatz suchen, unten ist mir definitiv zu heiß!!!

 

 

 

7.8.2013

 

heute Nacht bin ich erwacht und konnte nicht mehr einschlafen. Ich habe mich auf meiner Matte gedreht, Kopf zu den Füssen, und habe durch das Dachfenster in den Sternenhimmel geguckt!

Prompt habe ich zwei Sternschnuppen gesehen.

 

So eine Aussicht beim Frühstück

 

Bis nach Arasan staubige Strasse.

 

Ein Sanatorium, upps zum Glück ist das nicht der Eingang.

 

 

Nach dem Sanatorium gute Asphaltstrasse, besser als die Hauptstrasse!!

 

Die Parkplätze sehen übel aus, und dass ist nicht einmalig!!!

 

 

Ich fahre nicht direkt nach Almaty, möchte zuerst noch zu den singenden Dünen, am Qapshaghay bögeni See. Mache eine Abkürzung. Fahre zuerst ostwärts und gerade runter in den Süden.

Kurz vor dem See (habe ich gemeint!!!) beginnt es zu regnen. Ich bleibe hier über Nacht!

 

 

In der Nacht muss es stark geregnet haben. Eine kleine Überschwemmung auf dem Beifahrerboden bezeugt es. Gestern Abend meinte ich noch die
singenden Dünen zu hören. Laut Führer: tönen sie wie ein Flugzeugmotor! Ich hörte ein regelmässiges, immerkehrendes Grollen. Ich nehme jetzt an es waren die Dünen, denn gesehen habe ich sie nie. Danach, mit dieser Überzeugung habe ich tief und fest geschlafen.

 

Ferner steht auch im Führer: Ein Besuch rechtfertigt diesen ausgedehnten, einsamen Nationalpark...

 ..besser mit organisierter Führung.

 

Heute habe ich meine liebe Mühe nach Shenggeldi, zurück auf die Hauptstrasse, zu finden.

 

Ich habe wohl ein GPS, aber ohne Kasachstankarte. Ich sehe meine Fahrtrichtung und die Koordinaten. Zwischendurch mache ich Standortbestimmungen, bei Sandra und Christian gelernt, denn die vielen Pisten in allen Himmelsrichtungen, verwirren mich.

 

Zwischendurch alte, halb zerfallene Kolchosen, zum Teil noch bewohnt.

 

Ein Paradies für Alteisenhändler.

 

Und immer noch keine Spur vom See.

 

Korn wird geerntet. Fahrbare Bewässerungsanlage.

 

Endlich bin ich wieder auf der Hauptstrasse.

 

 

und jetzt sehe ich den See. Sofort abbiegen, denn es ist wirklich heiß!!!und ab an Strand.

 

Vor lauter Tafeln fahre ich gefühlsmässig. Links.

 

Hier sieht alles ein wenig zerlottert und abgefakt aus. Verrostete Kontainer, halb zerfallene Anwesen. Und wieder dieser Müll überall.
Nicht einladend zum bleiben.

 

 

In Almaty finde ich mich schnell wieder zurecht. Finde das gleiche Hotel wie vor 3 Jahren und gehe ins Namaste, indisch essen. Wunderbar!!!

 



 

9.8.13

 

Heute Morgen, bei Land Rover Almaty, treffe ich Andrea aus Italien. Er ist unzufrieden mit der Garage. Sein Türschloss Fahrerseite schliesst nicht mehr und der Ölwechsel war fällig. Von Montag wurde er auf
heute vertröstet. Kein Schloss!!!! Der Ölwechsel hat er schon in einer kleinen Bude machen lassen. Molto bene! Er erklärt mir den genauen Weg. Diese hier, seien nicht imstande!!!

Er will weiter nach Tajikistan zum Pamir.

 

Ich werde sehr freundlich und zuvorkommend in der Garage behandelt. Ein Mechaniker sieht sofort das Problem. Ein „stopper“ fehlt, (auf russisch stopper). "Da, da", sage ich ihm, und zeige unter dem Auto auf die Stelle. Alle lachen, aber ich werde ernst genommen.

 

Ich warte! Nach 2 ½ Stunden ist es repariert, inklusive neues Rücklicht.

 

Noch Auto waschen lassen. Tip top, der Ländi sieht aus wie neu. Einige wenige nassen Stellen drinnen. Mit Hochdruck wurde nicht gespart.

 

Den Nachmittag flaniere ich in der Stadt herum.

Viele, alte Bäume säumen die Strassen. Angenehm in dieser Hitze.

Freiheitsmonumnet.

Unabhängikeitsmonument.

Unter der strasse ein luxuriöses Einkaufszentrum, im Hintergrund die Berge bei Chimbulak, Winterkurort.

 

Und zum Nachtessen nochmals ins „Namaste“.

Es war gestern soooo gut:):):)

 

Ausflug zu den Köl.Say Seen

 

allerhand wird an der Strasse verkauft.

 

Ein Auto überholt mich und hupt, gibt Zeichen anzuhalten. Ein kasachisches Ehepaar steigt aus und fragt mich von wo? Alleine? Woher? Wohin? Und möchten einige Fotos, viel gute Reisewünsche und
brausen davon.

 

Blick in den Charyn Canyon

 

 

Strasse nach Saty und der erste von den 3 Seen.

 

 

Hier ist die Strasse fertig, man muss zu Fuss weiter, zu den nächsten 2 Seen. Morgen!!!

Weiter unten, am Fluss, wo es ruhig ist, bleibe ich für die Nacht.

 

 

11.08.13

 

Die ganze Nacht hat es geregnet und wieder tropft es durch die hintere Innenbeleuchtung. Schlafe mit Faltschüssel!!!

 

Die Wanderung fällt buchstäblich ins Wasser und ich fahre zurück.

 

Kurz vor Saty, die Sonne dringt durch die Wolken, entscheide ich den Tip von Andrea zu fahren.

 

Er sagte: „vor Saty hat es eine Brücke, zwar ist da eine Barriere unten, aber du kannst sie aufmachen und über die Brücke fahren.

 

Du fährst sehr steil rauf! Ohne Geländegang geht es auf keinen Fall! Aber oben wirst du belohnt mit grandioser Aussicht!!!“

 

Was Italien kann, kann auch Schweiz und mein Geländegang funktioniert ja wieder!

 

 

Bis hierher!! Es ist mir ein Rätsel wie Andrea weitergefahren ist!!!???

 

Also zurück! Und plötzlich sehe ich in der Ferne 2 Autos in der Sonne glitzern.

 

Niemand kommt mir entgegen, und hier eine Abzweigung in die Berge. Dass muss die Strasse sein.

 

Das Strässchen wird immer enger und steiler. Andrea hat nicht übertrieben!!

 

Sehr grober Kies, zwischendurch Schlammige Stellen, und ich komme wirklich auf dem letzten Zacken, trotz Differenzialsperre, hoch. Ich spule und
rutsche, der Motor heult, und ich schwitze!!!

 

Umdrehen unmöglich, ansonsten im Retourgang. Horrorvision!!!

 

Aber ich schaffe es!!

Vom Schlamm sind die Rillen in den Pneus ausgefüllt, auch nicht förderlich:):):)

Im Nachhinein finde ich es lustig, aber damals war mir nicht mehr nach lachen zu mute. So steil rauf bin ich noch nie gefahren!!!

 

 

 

Meine Aussicht!!!!

 

 

Ich fahre mal drauflos! Irgendwo werde ich schon ankommen. Immer auf der Piste bleiben.

 

Endlich oben, und in einem Nationalpark, Kaffeepause!

 

Runter über eine kleine Waldstrasse.

Immer durch die Pfützen fahren, dass reinigt die Pneu vom Schlamm:)

 

 

..und da bin ich schon wieder oben.  Nach einer halben Stunde komme ich vor einer geschlossenen Barrière. Eine Frau erklärt, dieser Weg führt unmöglich nach Almaty. Nieto!!! Ich muss wieder zurück und links
runter. Kein Weg durch die Schlucht!!

 

In ferner Sicht die Ebene, hier bleibe ich über Nacht.

 

 

Am Morgen, wie schon so oft, breitet sich eine tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit in mir aus. Welch ein Glück, dass ich diese Reise machen kann!!!

 

 

Habe sehr gut geschlafen, war wirklich müde.

Ein Auto ist während dieser ganzen Zeit vorbeigefahren!

 

 

Eine Brücke, wer braucht das schon ???

 

Schöne Steinformationen

 

und auf einmal bin ich wieder beim Charyn Canyon, leider auch überall Abfall!!

 

 

Vor der Kökpek Schlucht treffe ich auf 2 italienische Motorradfahrer, Max und Manuele. Sie kommen von Kirgistan und als sie hören, dass ich später über Beyneu, Richtung Russland fahren will, raten sie mir
beide mit entsetzen ab. Sie wollten diese Strasse fahren, wegen Regen standen sie aber hüfthoch im Schlamm. Sie mussten umdrehen.

 

Der Rückweg ist noch zu überlegen.

 

Schöne, alte Bäume säumen die Strasse. Wiederhole mich vielleicht, aber so angenehm darunter durch zu fahren.

 

Bevor ich nach Almaty rein fahre muss ich den Ländi waschen lassen. Schmutzige Autos sind  ungerne in der Stadt gesehen. Deshalb an jeder Ecke Autowaschanlagen.

Und während das Auto gewaschen wird, beginnen diese 3 netten jungen Herren ein Gespräch mit mir.

 

Viele Fragen, Bewunderung (ja von vielen:):):)) und natürlich auch Fotos.

 

Razul, Chef der Waschanlage ist irakischer Kurde, seit Kind in Almaty.
Rechts Rafik und links sein Bruder Nursultan, aus der Türkei, auch schon seit langem in Almaty.

Sie zeigen mir Fotos von ihren Familien, Kindern, Freunden und schauen meine Fotos an.

 

Beim bezahlen, verbeugen sich alle drei, nieto, ich bekomme es geschenkt.

 

Tessekkür!!!

 

 

In Almaty, im Hotel Zylhia hat es nur noch Zimmer für 100.-$. Das ist mir eindeutig zu viel.

 

In einem Soviethotel finde ich ein Zimmer zu annehmbarem Preis. Er ist alt, aber sauber und freundliche Bedienung. Waschbecken im Bad,
nieto! Man putzt sich die Zähne über die Badewanne:)

 

In der Tat, Almaty ist es eine teure Stadt!!!!

 

 

13.08.13

 

Ich will raus aus der Stadt, denn hier rinnt mir das Geld durch die Finger!!!

 

Corina hat mir geschrieben, dass momentan Sternschnuppenzeit ist! Also fahre ich zum Observatorium und werde dort oben übernachten, Kopf am Dachfenster klebend:)

 

Aber oben regnet es, ist grau und kalt. Anstelle von Smaragd- hat der Almatysee milchige Farbe!

 

 

Entscheidung getroffen!

 

Ich fahre nach Bishkek, Kirgistan.

 

Aus der Stadt: Chaos

 

die Bäume bekommen eine neue Frisur!

 

Vor dem kasachischen Zoll, ein alter Mann mit seinem Fahrrad voller …. Er kommt zu mir und erzählt mir eine lange Geschichte. Ist nicht zu
stoppen, obwohl ich ihm sage, dass ich nieto russki verstehe! Erst
meine letzten, eine handvoll, kasachischen Münzen bringen ihn zum
schweigen.

 

 

Die Zollformalitäten sind zäh. Sie wollen dies und jenes, einen Stempel da und einen dort. Die Deklaration von Russland?!?!? wird 3x fotokopiert, muss jede Kopie bezahlen, und endlich kann ich durch.
Sie waren nicht unkorrekt, die Herzlichkeit fehlt!!

 

Ganz anders am kirgiesischen Zoll. Alle lächeln, sind freundlich, hilfsbereit und nach kurzer Zeit bin ich in Kirgistan.