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Zoll Uganda / Ruanda. Wenig Verkehr und in kürzester Zeit stehen wir vor dem Ruanda Zoll. Keine 2 Minuten braucht der nette Herr vom Zoll um unsere Carnet de Passage auszufüllen. Ich bedanke mich und sage ihm wie schnell das jetzt gegangen ist. Er meint: die Touristen werden hier in Ruanda gut behandelt.

Ein Visa bekommen wir keines am Zoll, wir hätten es vor Tagen, online, in Kigali beantragen sollen. Nach längeren Diskussionen, ca. 2 Stunden, bekommen wir ein Transitvisum. 72 Stunden gültig! Der Zöllner ist etwas genervt, wir sind es auch, und er vergisst uns eine Versicherung aufzubrummen.

Jetzt bleibt uns nichts anderes übrig als direkt nach Tansania zu fahren. In Ruanda wird rechts gefahren!!! Seit der Grenze scheint mir eine Völkerwanderung beidseits der Strasse!!! Und das durch das ganze Land! Hier hat es Taximotorräder wie in Kampala und auch Taxifahrräder die sich zum Teil, je nach Passagier, aufwärts abmühen.


In Ruhengeri, Musanze auf dem Hotel- Muhabura-Parkplatz genehmigen wir uns ein Apéröli!

 


Kurze Einkäufe in der Hauptstadt Kigali. Eine sehr hügelige Stadt. Dank Bea's I-Pad mit Navigation finden wir seit wir in Afrika sind, alles und überall!

Bis zum Akagera Park muss man ca. 30 km auf roter, sandiger Naturstrasse fahren. Beim Eingangstor wird uns nahegelegt in einem Camp zu übernachten, mit rundum elektrischem Zaun, da ein wilder Elefant schon Autos in den See gestossen hat. Also auf den Mutumba Hill Camp, mit schöner Aussicht. Tsetsefliegen schwirren um uns herum. Trotzdem geniessen wir den Abend und die angenehme Temperatur. Der elektrische Zaun zwickt die ganze Nacht und manchmal sprühen Funken.

Am Ende hat sich dieser Parkbesuch nicht gelohnt. Blaue Vögel, Affen, 1 Wildschwein und die aus dem Wasser herausschauenden Augen eines Hypos haben wir gesehen. Für den Eintrittspreis hätten wir in einem schönen Hotel übernachten können.

Am nächsten Tag fahren wir doch noch zu der Stelle wo wir übernachten wollten.

 


Bis zur Grenze nach Tansania zieht es sich!! Dafür geht der Übergang einigermassen, nicht schnell, aber freundlich voran.

Wieder links fahren. Die Asphaltstrasse ist in bedenklichem Zustand. Tiefe Löcher, rauf und runter!

Etliche Lastwagen haben Pannen oder liegen seitlich am Strassenrand. Bei Nyakanazi biegen wir auf die zum Tanganyikasee führende Strasse und finden die sogenannte Ruhinda's Lodge. Auf dem Parkplatz für eine Nacht ca. 4.-$

Welch eine Nacht!!!!! Schon im Schlafsack höre ich eine schöne, laute Musik. Dieses Lied wird aber permanent gespielt. Um 01.00 Uhr kommt ein Lastwagen, Motor läuft, lautes Gerede. Ich schlafe ein. Um 4 Uhr wieder Diskussionen, Motor läuft, und endlich fahren sie weg.

Wir sind beide wach. Bea hat heute Geburtstag, kann aber ihre Hintertüre nicht aufmachen. Mit HB–40 können wir nach längerem Hebeln die Türe öffnen.

Alles Gute zum Geburtstag!!!

Hier treffen wir noch 2 nette Herren aus Toronto. Sie stellen Brunnen in verschiedenen Dörfern auf.

 


Das Schlimmste steht uns aber noch bevor. Eine höllische Strasse nach Kigoma!!

Wir haben so viel Staub geschluckt und auch gleich im Landrover mitgenommen, nach 8 Stunden Fahrt sind wir erledigt.

Im Jakobson Beach Camp bleiben wir einige Tage und haben als Nachbarn einige Zebras und viele Affen. Das Wasser im See ist glasklar und angenehm zum abkühlen. Billharziose-Frei!!

Die Liegestühle sind meistens von den Affen besetzt.

Bea überwacht ein Feuer in den Bergen!

Bea als Grillmeister :D


 


Seit meiner Panne muss ich immer wieder die Hauptbatterie an die Nebenbatterie aufladen. Beim genaueren hinschauen sehe ich, dass meine beiden Hinterreifen, innen total abgefahren sind. Ich werde zum Mechaniker von Herrn Jakobson verwiesen.

Wir werden wohl noch etwas in Kigoma bleiben!!! 

 

Ich verbringe 2 Tage in dieser Garage!! Die meiste Zeit mit warten!

 

Am ersten Tag wird die Hinterachse abmontiert. Sie sei krumm, deshalb die Abnützung der Hinterpneu. Um 18.00, es dämmert schon, wird sie zurückgebracht und die Montage beginnt! Bis 22.30 Uhr ist alles wieder montiert. Mit Taschen- (meine) und Händilampen wird gearbeitet.

 

Ja sicher wird das Auto heute fertig, sagt man mir, und es ist auch so. Kurze Probefahrt!! tip top.

 

Am zweiten Tag Probleme mit der Zündung, wieder in die Garage. Dieses Mal nur bis 21.00 Uhr.

 

Der Chef hat den Stecker auseinander genommen und versucht sicher 2 Stunden lang ihn wieder zusammen zu bringen. Und er schafft es. Wieder mit Stirn- und Taschenlampe Einbau.

 

Als ich endlich im Jacobsons Camp ankomme, kann ich wieder den Motor nicht abstellen. Schlüssel raus problemlos aber Motor läuft weiter. Nach ein wenig hin und her riegeln stellt er ab.

 

Sicherheitshalber lege ich keinen Gang ein, nur die Handbremse, im Falle, dass er mitten in der Nacht wieder einschaltet.

 

Bea hat uns Spargelrisotto gekocht. Nach dem Essen und einer kleinen Flasche Savanna krieche ich in den Schlafsack.

 

 

 

Heute noch ein Service an beiden Wagen, für mich 2 neue Pneus. Während sie an unseren Ländis arbeiten kann ich hier in der Garage meine Webseite aktualisieren!!!

und morgen können wir auf dieser....


..Strasse weiterfahren!!!!


So werden hier Pneus gewechselt


In Kigoma hat es sehr viele NGO's. Deshalb auch erhöhte Preise, vor allem für Hotelzimmer!! Die Meisten fahren mit den neusten Landcruiser herum. Auf den Staubpisten wird ohne Rücksicht auf Fussgänger oder Radfahrer gefräst und riesige Staubwolken hinter sich lassend.


Von Kigoma fährt ein Zug in drei Tagen nach Dar e Salam. Der Bahnhof ist ein altes, schönes Gebäude.


Letzter Abend an diesem schönen Ort!


Die ersten 100 km eine schöne, neue asphaltierte Strasse. Gegen unsere Befürchtungen ist die Piste nach Sitalike nicht so schlimm, abgesehen von den zum Teil, sehr grossen Löcher. Eines habe ich erwischt!! Darauf hat sich der Warnblinker für einige Zeit selbstständig eingeschaltet!!!! Die Gegend ist sehr schön durch Wälder, welche aber zum Teil entlang der Strasse abgebrannt werden. Eben: kontrolliertes abbrennen!!!

In Sitalike, vor dem Katavi National Park übernachten wir im Sitalike Hypo River Camp. Es heisst nicht nur so, 50 m von unserem Standort hat es mindestens 40 Hypos im Fluss. Mit lautem Grunzen werden wir unterhalten. In der Nacht kommen sie heraus um zu fressen. Ich habe keinen getroffen, war auch nicht draussen :D :D



Durch den Katavi Park fahren wir ohne stopp.

Erstens hat es viele Tsetse Fliegen, zweitens darf man gar nicht aussteigen und drittens muss ich mich so stark auf diese schreckliche Strasse konzentrieren, dass ich keinen Löwen erkennen würde, auch nicht am Strassenrand !!! Auf der Brücke wo Krokodile und Hypos zusammen friedlich leben, fotografiere ich und muss unweigerlich schnell das Fenster aufmachen. Schon ist eine Fliege drin. Mit dem Fliegentatsch erwische ich sie! 2 grosse, frische Blutstropfen rinnen an meiner Tür herunter. Zum Glück nicht von mir!!!!

Weiter bis Sumbawanga. Grosses Dorf oder kleine Stadt mit vielen Lodges. Hier im Country Garden Lodge übernachten wir auf dem Parkplatz. Der Chef schwärmt von seinem besten Pfeffersteak. Ok, essen wir heute ein Pfeffersteak. Dummerweise hat er grad keines mehr, empfiehlt uns aber ein anderes leckeres Fleischgericht.



Die Grenzformalitäten gehen für hiesige Verhältnisse schnell. Es ist ein kleiner Grenzübergang und wir sind die Einzigen. Der nette Zöllner von Tansania, welcher unsere Carnet abstempelt hat ein ausgetrocknetes Stempelkissen. Wir haben vorgesorgt, und eines als Reserve aus der Schweiz mitgenommen. Er bedankt sich sehr und versorgt es sofort hinter seinem Bürotisch.